Priorities in healthcare provision in Parkinson´s disease from the perspective of Parkinson Nurses: A focus group study

Abschließend zeigt diese qualitative Studie wichtige Perspektiven und Prioritäten von Parkinson-Krankenschwestern auf. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung von Aufklärung, Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen, Bedürfnisorientierung und der Rolle der Krankenschwestern als Vermittler und Koordinatoren in der Parkinson-Versorgung. Dies unterstreicht, wie wichtig ein umfassender und patientenorientierter Ansatz in der Pflege ist.

Trotz der Einschränkungen, wie einer kleinen Stichprobengröße, machen die Ergebnisse deutlich, dass Gesundheitsdienstleister und politische Entscheidungsträger ihre Ansätze zur Parkinson-Versorgung überdenken und anpassen sollten. Es wird außerdem betont, dass die Weiterentwicklung beruflicher Rollen ein wichtiger Teil der Gesundheitsentwicklung ist. (International Journal of Nursing Studies Advances)

Parkinson: Fachgesellschaften unterstützen Anerkennung der Berufskrankheit

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) empfehlen, das Parkinson-Syndrom durch Pestizide als neue Berufskrankheit anzuerkennen. Dies wird vom ärztlichen Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten (ÄSVB) unterstützt, und es wird erwartet, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das Syndrom in der zweiten Jahreshälfte in die Liste der Berufskrankheiten aufnimmt. Daniela Berg von der DGN betont die medizinische und finanzielle Hilfe für Betroffene sowie die Notwendigkeit des Schutzes für exponierte Personen. Joseph Claßen von der DPG fordert, den Einsatz von Pestiziden auf das Notwendigste zu beschränken und nach unschädlichen Ersatzstoffen zu suchen. Weitere Forschung ist notwendig, um die Zusammenhänge von Pestiziden und Parkinson besser zu verstehen. Umweltfaktoren wie Pestizide, Feinstäube sowie genetische und Lebensstilfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Verursachung der Parkinson-Krankheit. Betroffene sollten ihre Ärzte über berufliche Expositionen informieren, um gegebenenfalls eine Anzeige bei der Berufsgenossenschaft zu erstatten. Die Kriterien für eine Berufskrankheit sind mindestens 100 Anwendungstage von Pestiziden und eine gesicherte Parkinson-Erkrankung.

Es ist an der Zeit, dass Europa Glyphosat verbietet

Gerade jetzt hat die Parkinson-Gemeinschaft in ganz Europa die entscheidende Gelegenheit, die Verwendung des umstrittenen Pestizids Glyphosat zu verbieten, das mit Risiken für die öffentliche Gesundheit wie Krebs, Parkinson und anderen neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Es gibt keine Heilung für Parkinson, aber dies ist eine Chance, eine mögliche Ursache von Parkinson zu verhindern und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

 

Morbus Parkinson: PET erkennt drohende Erkrankung am Untergang sympathischer Fasern am Herzen

Morbus Parkinson, Lewy-Körper-Demenz und Multisystematrophie zählen zu den Synucleinopathien, charakterisiert durch Alpha-Synuclein-Ablagerungen, insbesondere in Lewy-Körperchen. Einige vermuten eine Prion-ähnliche Ausbreitung im Gehirn. Diese Ablagerungen finden sich nicht nur in den Basalganglien, sondern auch im autonomen Nervensystem, Haut, Magen-Darm-Organe und Drüsen.

Es wird spekuliert, dass Prione möglicherweise über den Darm oder den Riechnerv ins Gehirn gelangen. Vor den typischen Parkinson-Symptomen können orthostatische Hypotonie und Riechstörungen auftreten. Orthostatische Hypotonie, ein häufiges Frühsymptom, resultiert in einem plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen, verursacht durch «venöses Pooling» in den Beinen.

Die PDRisk-Studie des National Institute of Neurological Disorders and Stroke nutzte Positronen-Emissions-Tomografie mit dem Tracer 18F-Dopamin, um orthostatische Hypotonie zu untersuchen. Dieser Tracer ermöglicht die Visualisierung der sympathischen Nervenfasern am Herzen, da Noradrenalin, der die Herztätigkeit steuert, aus Dopamin synthetisiert wird.

Demenz – mehr als nur vergesslich, eine Herausforderung für die Angehörigen

Demenz beeinflusst nicht nur den erkrankten Menschen, sondern auch seine Pflegepersonen, oft Partner oder Kinder. Es gibt verschiedene Formen der Demenz, wobei die Alzheimer-Erkrankung die häufigste ist. Neben dem Gedächtnisverlust beeinträchtigt Demenz auch andere Fähigkeiten, wie Orientierung, Sprache und emotionale Kontrolle. Die meisten Formen, einschließlich Alzheimer, sind nicht heilbar, aber Medikamente können den geistigen Abbau verlangsamen. Verschiedene Therapieansätze, darunter Ergotherapie, können je nach Krankheitsform und -schwere helfen. Trotzdem werden Menschen mit Demenz letztendlich auf Unterstützung und Pflege angewiesen, wenn sie den Alltag nicht mehr alleine bewältigen können.

Und hier noch der Link zu den neuen Leitlinien Demenz.

 

Neue Leitlinien zur Parkinson-Krankheit ist online

Eine neue medizinische Leitlinie zu Parkinson wurde von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) veröffentlicht. Medizinische Leitlinien sind dokumentierte Verfahren zur Diagnostik und Therapie in speziellen medizinischen Bereichen, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und klinischen Erfahrungen. Sie dienen der Qualitätssicherung in der Patientenversorgung, indem sie Empfehlungen für die optimale Vorgehensweise bei bestimmten Erkrankungen geben.

Die Parkinson-Leitlinie empfiehlt den Begriff «Parkinson-Krankheit» anstelle von «Idiopathisches Parkinson-Syndrom» aufgrund neuer genetischer Erkenntnisse. Die Leitlinie betont die Berücksichtigung nicht-motorischer Symptome bei der Diagnose und empfiehlt frühzeitig eine kraniale Magnetresonanztomografie. Für bestimmte Patientengruppen wird eine genetische Untersuchung vorgeschlagen. Therapeutische Empfehlungen gelten für beide Formen der Parkinson-Krankheit, und invasive Verfahren sollten bei Levodopa-Problemen in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung für ein Verfahren sollte umfassend auf motorischen und nicht-motorischen Symptomen, Patientencharakteristika und Präferenzen basieren.

Die Leitlinie ist eine Konsultationsfassung, die bis zum 24. Oktober 2024 zur Kommentierung freigegeben ist. Dies ermöglicht Fachleuten und der Öffentlichkeit, Feedback zu geben und Anpassungen vorzuschlagen. Der kollaborative und transparente Ansatz bei der Erstellung von Leitlinien trägt dazu bei, die Qualität, Akzeptanz und Anwendbarkeit sicherzustellen.

Was sind die diagnostischen Kriterien, Therapieoptionen und Behandlungsempfehlungen bei der Parkinson-Krankheit? Einen detaillierten Bericht dazu bietet die S2k-Leitlinie Parkinson. Den schnellen Überblick erhalten Sie im gleichnamigen Leitlinienpodcast mit Leitlinienkoordinator Prof. Dr. Günter Höglinger, München.