Der Artikel beschreibt SOZO Brain als ein Konzept der nicht-invasiven Neuromodulation, das vier Verfahren kombiniert: Transkranielle Pulsstimulation (TPS), transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), transkutane Vagusnervstimulation (taVNS) und craniale Elektrostimulation (CES). Ziel ist es, die Hirnaktivität und Neuroplastizität bei Parkinson und anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu fördern.
Die Autoren betonen, dass die einzelnen Verfahren wissenschaftlich untersucht wurden und neurophysiologisch plausibel sind. Allerdings existieren bislang keine veröffentlichten klinischen Studien, die die Wirksamkeit des gesamten SOZO-Programms belegen. Die derzeitige Evidenz bezieht sich überwiegend auf die einzelnen Bestandteile, wobei insbesondere TPS als vielversprechend gilt, während für die übrigen Verfahren die Datenlage begrenzt oder uneinheitlich ist.
Kritisch bewertet wird die Vermarktung anhand spektakulärer Einzelfallberichte, da solche Berichte keine wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise darstellen. Der Artikel kommt deshalb zu dem Schluss, dass SOZO Brain weder als Wundermittel noch als unseriöse Methode angesehen werden sollte. Vielmehr handelt es sich um einen interessanten, aber bislang nicht ausreichend belegten Therapieansatz, der – wenn überhaupt – nur ergänzend zu etablierten Parkinson-Behandlungen eingesetzt werden sollte.
Quelle: Parkinson Journal – SOZO Brain: Hoffnung oder Hype?. Die Zusammenfassung basiert auf den Angaben des Parkinson Journal und spiegelt die dort dargestellte Bewertung der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz wider.