Schlaf und Parkinson: Schlafstörungen früh erkennen

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Schlafstörungen sind bei Parkinson häufig und können die Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Tagesaktivität beeinträchtigen. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise darauf, dass Schlaf und neurodegenerative Erkrankungen in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Deshalb sollten Schlafprobleme frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.
Schlaf ist mehr als Erholung
Menschen mit Parkinson können unter Ein- und Durchschlafstörungen, ausgeprägter Tagesmüdigkeit, nächtlichem Harndrang oder einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus leiden. Eine besondere Bedeutung hat die REM-Schlafverhaltensstörung. Dabei werden Träume körperlich ausgelebt, beispielsweise durch Sprechen, Rufen oder Bewegungen. Eine isolierte REM-Schlafverhaltensstörung kann bereits Jahre vor typischen Parkinson-Symptomen auftreten und gilt als wichtiger Hinweis auf eine mögliche spätere Entwicklung einer Synukleinopathie.
Auch eine Schlafapnoe oder ein Restless-Legs-Syndrom können den Schlaf beeinträchtigen und sollten bei entsprechenden Beschwerden abgeklärt werden.
Schlafprobleme aktiv ansprechen
Die Forschung untersucht zunehmend, wie Schlafqualität, zirkadianer Rhythmus und neurodegenerative Prozesse zusammenhängen. Dabei wird unter anderem diskutiert, welche Rolle der Schlaf bei der nächtlichen Beseitigung bestimmter Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn spielt. Ein direkter Einfluss von Schlafstörungen auf den individuellen Krankheitsverlauf ist jedoch noch nicht abschliessend geklärt.
Umso wichtiger ist es, Schlafprobleme nicht einfach als unvermeidbaren Bestandteil von Parkinson hinzunehmen. Eine gezielte Abklärung kann behandelbare Ursachen erkennen und die Schlafqualität verbessern.
Gut zu wissen
Schlafprobleme sollten bei Parkinson aktiv angesprochen werden. Achten Sie insbesondere auf häufiges Aufwachen, ausgeprägte Tagesmüdigkeit, lautes Schnarchen mit Atempausen oder das körperliche Ausleben von Träumen. Besprechen Sie solche Veränderungen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einer Parkinson-Fachperson.

Quelle: Parkinson Journal, «Neurodegenerative Erkrankungen und Schlafstörungen: Die wechselseitige Beziehung», 13. August 2026.