Könnte der Körpergeruch künftig Hinweise auf Parkinson liefern? Eine deutsche Pilotstudie zeigt vielversprechende Ergebnisse. Forschende untersuchten, ob sich krankheitsbedingte Veränderungen des Körpergeruchs mithilfe einer neuen Lasertechnologie nachweisen lassen.
Der menschliche Körper gibt flüchtige organische Verbindungen (VOC) ab. Deren Zusammensetzung kann sich durch Erkrankungen verändern und charakteristische Geruchsmuster erzeugen.
Ein Forschungsteam des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen und der TU Dresden untersuchte Proben von 24 Personen, darunter Menschen mit Parkinson, COVID-19 und leichter kognitiver Beeinträchtigung sowie gesunde Kontrollpersonen.
Zum Einsatz kam die laserbasierte photoakustische Spektroskopie (LPAS). Sie erfasst chemische Verbindungen und erstellt daraus charakteristische Muster. Die Forschenden konnten Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen feststellen. Besonders vielversprechend waren Proben aus dem Nasenbereich.
Die Ergebnisse sind ein erster Machbarkeitsnachweis. Aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl sind weitere und grössere Studien notwendig, um die Zuverlässigkeit der Methode zu bestätigen.
Langfristig könnte das Verfahren eine nicht-invasive Ergänzung der Diagnostik werden und neue Möglichkeiten eröffnen, neurologische Erkrankungen wie Parkinson früher zu erkennen.
Gut zu wissen
Die Lasertechnologie analysiert chemische Bestandteile des Körpergeruchs anhand einfacher Abstriche. Eine zuverlässige Parkinson-Früherkennung ist damit derzeit noch nicht möglich. Die Methode befindet sich weiterhin im Forschungsstadium.
Quelle: Ärzteblatt, 03.11.2026; Originalstudie in Scientific Reports.